Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

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Die "Phänomenologie des Geistes", dieses tiefenschwindelige Jugendwerk des genialen Hegel enthält ein Kapitel, das ich über alle anderen schätze: "Das Gewissen. Die schöne Seele, das Böse und seine Verzeihung". Was für eine Idee, das Verzeihen noch über alle Moral zu stellen, als das Höchste zu feiern, was dem Menschen möglich ist! Das Verzeihen lasse "die Wunden des Geistes heilen, ohne daß Narben bleiben" - großartiges Bild!
Zugleich aber ist das Kapitel voller Abgründe und Schrecken, wenn etwa von der "anderen Manier, böse zu sein", die Rede ist, die in der "Eitelkeit des Gut- und Besserwissens" sich selbst über die heruntergemachten Taten [der andern erhebt] und sein tatloses Reden für eine vortreffliche Wirklichkeit genommen wissen will. Oder wenn im selben Zusammenhang vom "Kammerdiener der Moralität" gesprochen wird oder vom "harten Herz", das die Bitte um Verzeihung zurückweist "mit steifem Nacken".
Kurz und gut: Es ist dies ein wahrhaft aufregendes Kapitel Hegelscher Philosophie. Wir werden es sehen ...

Die Teilnehmer erhalten, wie immer, Textauszüge als Arbeitsgrundlage.

Dr. Gerd B. Achenbach. Bergisch Gladbach, Gründer der Philosophischen Praxis, ist Vorstandsvorsitzender der "Gesellschaft für Philosophische Praxis" und Lehrpraktiker der "Internationalen Gesellschaft für Philosophische Praxis".
Heinrich Böll (1917-1985) war der meistgelesene und -diskutierte, auch im Ausland bekannteste und geachtetste, kurz: der erfolgreichste Schriftsteller der Bundesrepublik - wenn man die höheren Auflagen von Simmel oder Konsalik außer Betracht läßt. Seit 1947 hat er kontinuierlich die westdeutsche Gesellschaft kritisch-produktiv begleitet. Für viele ältere Leser ist Böll nach wie vor derjenige, der die Generationserfahrungen von Krieg und Nachkrieg in eine Erzählform gebracht hat, in der sich jeder wiederfinden kann. In den politischen Debatten der siebziger Jahre war er streitbar und umstritten wie kein anderer Autor.

Sein gesamtes Werk ist am besten zu verstehen als ein fortlaufender Kommentar zur Geschichte Nachkriegsdeutschlands, der Bundesrepublik und speziell ihrer rheinisch-katholischen Provinzen.

Gewürdigt wird sowohl einer der herausragenden Schriftsteller der deutschen Literatur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der 1972 als erster Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde, als auch der kritische Zeitgenosse, der sich mit seinen Romanen, Erzählungen, Hörspielen, Essays, Reden und Interviews in aktuelle politische und gesellschaftliche Debatten einmischte und zur moralischen Instanz wurde.

Der Studientag stellt ausschnittweise seine wichtigsten Werke im Kontext der politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse vor und fragt nach Bölls Bedeutung für die heutige Zeit.

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