Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Die Kabbala erfreut sich bis heute großer Beliebtheit, vor allem in der modernen Esoterik. Die jüdische Kabbala war ursprünglich ein kompliziertes theologisches System. Entstanden in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts in Südfrankreich, verbreitete sich diese Form der Mystik im 13. Jahrhundert in Spanien und später in Palästina (Safed). Ziel war eine Annäherung an Gott durch eine mystische Schau Gottes.

Die Bewegung des Sabbatianismus, die im Jahr 1666 Sabbatai Zwi zum Messias ausrief, bedeutete schließlich das Ende der Blütezeit der jüdischen Kabbala. Sie erlebte dafür aber einen Aufschwung in christlichen und esoterischen Kreisen. Vor allem im esoterischen Bereich hat die Kabbala vom 19. Jahrhundert bis heute Erfolge zu verbuchen, allerdings in sehr vereinfachter Art und Weise. Zu der sogenannten Hollywood-Kabbala zählen als bekennende Anhänger Stars wie Madonna oder Britney Spears.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Entstehung, Geschichte und Gegenwart der Kabbala.
1424 beschloss der Rat der Stadt Köln, alle jüdischen Einwohner auszuweisen. Mehr als 370 Jahre lang hatte dieses Ansiedlungsverbot Bestand. Zu den ersten Juden, die sich seit 1798 wieder in Köln niederließen, zählte auch der junge Kaufmann Salomon Oppenheim jr. aus Bonn. Rasch stieg er zu dem mit Abstand wohlhabendsten jüdischen Bürger Kölns auf. Die wirtschaftliche und soziale Sonderstellung der Familie, die über Generationen fortdauerte, bedingte nach jüdischer Tradition gleichzeitig eine besondere Verantwortung für die Gemeinschaft.
Diesem Gebot verschloss sich die Bankiersfamilie nicht. Wie sie sich im Einzelnen engagierte, ist einer der Schwerpunkte des Vortrags. Zu ihren nachhaltigen Engagements zählt der eminente Beitrag zur Vollendung des Kölner Doms, der sein jüdisches Pendant in der Finanzierung der ersten Kölner Synagoge der Neuzeit findet.
Auch politisch zeigten die Oppenheims Profil. In den 1840er Jahren setzten sie sich an die Spitze der bürgerlichen Emanzipationsbewegung im Rheinland. Ihr Ziel war es, die rechtliche Gleichstellung der Juden in der Gesellschaft zu erkämpfen, die jedoch erst 1871 Realität wurde.

Die Geschichte der Familie Oppenheim zeigt ferner, dass wirtschaftliche Erfolge und Leistungen zugunsten des Allgemeinwohls keineswegs vor antijüdischen und antisemitischen Angriffen schützten. Traditionelle kirchliche Sichtweisen, Unwissenheit, Sozialneid und rassistische Lehren bildeten den Nährboden. In den 1850er Jahren zogen die Oppenheims für sich die Konsequenz, zum Christentum zu konvertieren.
Die Mehrheitsgesellschaft fuhr jedoch fort, die jüdische Abkunft der Oppenheims als Makel anzusehen. Beispiele bieten der berufliche Werdegang des Orientforschers Max von Oppenheim und die beinahe tödliche Bedrohung der Familie während des NS-Regimes. Die Geschichte der Oppenheims verkörpert daher sowohl Glanz als auch Tragik des deutsch-jüdischen Verhältnisses. Gleichzeitig stellt sie Fragen nach dem Verhältnis von Identität und Anpassung.
Die Entwicklung der jüdischen Gemeinde in Neuss, deren Ursprünge bis ins Mittelalter zurückreichen, erlebte ihren Höhepunkt Ende des 19. Jahrhunderts. Nur wenige offensichtliche Zeugnisse aus der Zeit vor der Verfolgung und Vernichtung sind im Stadtbild erhalten. Gleichwohl lassen sich vor dem Hintergrund der archivischen Überlieferung eine Vielzahl von Spuren entdecken. Bei einem Rundgang durch die Innenstadt entsteht so ein lebendiger Eindruck vom jüdischen Leben.

Anschließend lädt die Jüdische Gemeinde zu koscherem Essen und Wein in die Lehrküche der VHS im RomaNEum ein. (Eine Lebensmittelumlage 15 € pro Person wird vor Ort erhoben).

Eine Anmeldung ist bis zum 29.3. erforderlich, telefonisch unter 02131 90 42 50 oder per Email unter stadtarchiv@stadt.neuss.de

Treffpunkt: Stadtarchiv Neuss

In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Neuss und der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf.

Anmeldung: Siehe Kursdetails Die Deutschen von London

( ab Mo., 6.5., 18.30 Uhr )

"Wir sind Nachbarn des Festlandes, nicht aber Teil von Europa". Diese Auffassung vertrat Lord Bolingbroke bei den Friedensverhandlungen von Utrecht im Jahre 1714. In ähnlicher Weise äußerte sich nicht nur Winston Churchill mehr als zwei Jahrhunderte später, sondern diese Ansicht wird auch heute noch von vielen Briten vertreten.

Die Brexit-Entscheidung vom Juni 2016 hat das fehlende Zugehörigkeitsgefühl zu Europa erneut deutlich werden lassen. Dabei übersehen die Briten allzu gerne die engen wirtschaftlichen, sozialen und familiären Verflechtungen mit dem europäischen Festland. Sie nehmen zwar die Einwanderung aus ihren ehemaligen Kolonien zur Kenntnis, doch sie verdrängen die europäische Einwanderung. Dabei war Britannien über viele Jahrhunderte ein beliebtes Einwanderungsland für Europäer. Unter ihnen bildeten die Deutschen mehr als zweieinhalb Jahrhunderte die größte Einwanderungsgruppe. Sie haben zusammen mit den Schweizern und Niederländern einen wichtigen Beitrag zum Aufstieg Großbritanniens zur Weltmacht beigetragen.

Der Vortrag befasst sich mit den deutschen Einwanderern in London und ihrem Einfluss auf Handel, Banken und Gewerbe.
Weit von sich gewiesen hat Walter Gropius, der Gründer des "Bauhauses", dass er einen Stil bilden wolle. Und doch wird heute oft salopp vom"Bauhaus-Stil" geredet. Man meint dabei das berühmte Gebäude des Bauhauses in Dessau, die dortigen Meisterhäuser oder die Villen Haus Esters und Lange in Krefeld.
Doch auch anderen Architekten der Zwischenkriegszeit sagt man nach, sie hätten im "Bauhaus-Stil" geplant, ohne dass sie jemals am "Bauhaus" gelehrt oder gelernt hätten: die Brüder Taut und Luckhardt, Le Corbusier, Ernst May, Erich Mendelsohn oder Hans Scharoun. Sie selbst sprachen vom "Neuen Bauen", das von den Nationalsozialisten als "bolschewistisch" bekämpft wurde.
Lassen Sie sich in die Welt dieser Architektur-Avantgarde entführen. Lernen Sie kennen, wo es verbindende Ideen zwischen "Bauhaus"-Architektur und jener des "Neuen Bauens" gab, folgen Sie den Architekten des "Neuen Bauens" bis in die "Weiße Stadt" von Tel Aviv oder zu den Gebäuden, was pfiffige Makler heute als "Bauhaus-Villen" anpreisen.

Der Vortrag ergänzt die Ausstellung "Modernes Bauen im Rheinland und in Palästina - Erez Israel: Josef Rings und Erich Mendelsohn", die bis zum 28. April im RomaNEum zu sehen ist.
Die europäischen Gartenmoden wurden auch in den skandinavischen Ländern übernommen. Staunend stehen wir in den königlichen Gärten von Stockholm und Umgebung: vieles kommt uns so bekannt vor, die wir von Versailles kennen, und doch ist es etwas anderes, denn die Architekten und Gartenkünstler der jeweiligen Länder haben auch Elemente nach ihrem Geschmack hinzugefügt. Nichts anderes können wir beobachten, was die Landschaftsgärten nach englischem Stil betrifft, zum Beispiel im Hagapark und auch im Schlosspark Drottningholm, wo u.a. die Mode der Chinoiserie ihren Niederschlag fand.

Die Bilderreise führt uns außerdem zum Schloss Tullgarn, die ehemalige Sommerresidenz von Gustav V., zum Schloss Gripsholm, das durch Kurt Tucholskys Erzählung bekannt wurde, zu den Botanischen Gärten in Uppsala und zum Gutshof des schwedischen Botanikers Carl von Linné in Hammarby.

Die Reihe wird im nächsten Semester fortgesetzt!
Frau Dr. Kerstin Walter vom LVR- Landesamt für Denkmalpflege stellt verschiedene historische Gärten im Rheinland vor.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Ortskuratorium Neuss

Anmeldung möglich Roméo et Juliette

( ab Sa., 18.5., 19.30 Uhr )

Musikalische Leitung: David Crescenzi
Inszenierung: Philipp Westerbarkei

Sie ist die klassischste aller tragischen Liebesgeschichten. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle zweier Menschen, die sich voller Leidenschaft verlieben und in einen tödlichen Strudel gerissen werden, denn ihre Familien sind zutiefst verfeindet ... Charles Gonoud schuf mit seiner Shakespeare-Adaption eine der anrührendsten Versionen der "Romeo und Julia"-Tragödie für die Opernbühne - ein lyrisches Drama, das der französischen Oper im 19. Jahrhundert ganz neue Wege wies.

Anmeldung möglich Pique Dame

( ab Mi., 5.6., 19.30 Uhr )

Musikalische Leitung: Aziz Shokhakimov
Inszenierung: Lydia Steier

Spielsucht, Geld und Liebesverlangen richten den jungen Offizier Hermann zugrunde. Um die geliebte, aber unerreichbar erscheinende Lisa zu gewinnen, bedrängt er eine geheimnisumwitterte Gräfin, ihm die Kartenkonstellation zu verraten, die den sicheren Sieg am Spieltisch bedeutet. Doch die Gräfin erleidet einen Herzschlag und die gewinnbringenden Karten treiben Hermann in den tödlichen Wahnsinn.

Anmeldung: Siehe Kursdetails Großstadt-Wildnis

( ab Do., 11.4., 19.30 Uhr )

Kaum Regionen in Deutschland sind so artenreich wie unsere Großstädte. Unbemerkt von uns Menschen erobern sich Flora und Fauna die Städte zurück, finden Nischen, in denen sie überleben und sich ausbreiten können. In Köln sind nachts unzählige Füchse unterwegs, in München hat der Biber die Isar wieder entdeckt und in Düsseldorf fischt der Eisvogel mitten im Park.

Die Live-Multivison "Großstadt WILDNIS - Auf Safari in urbaner Natur" nimmt Sie mit auf eine spannende Reise durch die Natur unserer Großstädte. Entdecken Sie exotische Vögel und farbenfrohe Schmetterlinge, erleben Sie hautnahe Begegnungen mit Meister Reineke - dem Rotfuchs, und seien Sie mit dabei, wenn unser größtes heimisches Säugetier, der Rothirsch, an der Autobahn auftaucht. Lernen Sie Menschen kennen, die sich voller Liebe und Leidenschaft für den Schutz und Erhalt der urbanen Wildnis einsetzen.

Woher kommen die Halsbandsittiche, die sich von Düsseldorf bis Speyer entlang des Rheins in unseren Städten ausgebreitet haben? Was macht ein Jäger mitten in der Stadt? Und wer ist eigentlich die "Äppler-Eule"?

Auf diese und viele weitere Fragen gibt der Naturfotograf Sven Meurs auf spannende und humorvolle Art in seiner neuen Multivisionsshow Antworten und widmet sich leidenschaftlich seinem Lieblingsthema - der urbanen Wildnis!

Kommen Sie mit auf eine außergewöhnliche Safari zwischen Verkehr, Hektik und Hochhäusern und lernen Sie unsere Großstädte aus einer neuen Perspektive kennen. Tauchen Sie ein in die urbane Wildnis!

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Kurs abgeschlossen oder Anmeldefrist überschritten.
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im Romaneum - 3. Etage 
Brückstraße 1
41460 Neuss

Telefon 0 21 31 / 90 41 51
Telefax 0 21 31 / 90 24 67
E-Mail vhs@stadt.neuss.de
Anmeldungen per Fax: 02131 / 90 23 87

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Persönlich (RomaNEum, 3. Etage)
Montag – Freitag: 9.00 – 12.00 Uhr
Donnerstag: 15.00 – 18.00 Uhr

Anmeldung für Deutschkurse
Nur persönlich möglich!
(RomaNEum, 3. Etage)
Montag – Mittwoch: 9.00 – 12.00 Uhr

Servicetelefon: 02131 – 904151
Montag – Mittwoch: 9.00 – 16.00 Uhr
Donnerstag: 9.00 – 18.00 Uhr
Freitag: 9.00 – 12.00 Uhr

Gerne vereinbaren wir mit Ihnen weitere
Termine für Anmeldungen und Beratungen.

Öffnungszeiten des  RomaNEums
Montag – Freitag: 08.00 – 21.30 Uhr
Samstag – Sonntag: 08.15 – 18.00 Uhr

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