Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Politik und Gesellschaft

Politik und Gesellschaft im Vortrag. Hören und begegnen

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freie Plätze Shanghai - Megalopolis des 21. Jahrhunderts

( ab Di., 19.2., 19.00 Uhr )

Kaum eine Nation hat in den letzten 30 Jahren einen derartigen Aufschwung erlebt wie China, das bevölkerungsreichste Land der Welt. Die Wirtschaft boomt mit enormen Wachstumsraten, Megastädte sind entstanden. Mit dem Entwicklungsplan "Made in China 2025" wandelt sich das Land von der Werkbank der Welt zum Hightech-Standort. Nicht nur in Sachen Urbanität, Elektromobilität und digitale Kommunikation werden Standards gesetzt.

Sozialwissenschaftlich ist der Blick auf das Entwicklungsmodell "sozialistische Marktwirtschaft/Einparteienstaat" genauso interessant wie auf dessen Schattenseiten. Ebenfalls wichtig ist die Beschäftigung mit der reichen Geschichte und Kultur des Landes. Warum ist China mit seiner fernöstlichen Philosophie (Konfuzius) so ganz anders als der Westen, und warum wird andererseits die westliche Lebensart trotzdem so stark nachgeahmt? Wird es eines Tages gelingen, den gesellschaftlichen Zustand der "idealen Gleichheit" für alle (gemäß KP-Entwicklungsmodell) zu erreichen, auch für die 300 Millionen Wanderarbeiter?

Eine Reise in das riesige Land wird zu einer einzigartigen Bereicherung, wie sie der Referent Dr. Stefan Roggenbuck gemacht hat. Er hat die für Europäer unfassbaren Megametropolen besucht und berichtet anschaulich in seinen Vorträgen als Soziologe darüber. Dabei geht er auf die vielen Fragen ein, die sich Menschen aus dem Westen stellen und versucht, Antworten darauf zu finden.

1. SHANGHAI: Megalopolis des 21. Jahrhunderts
Die beschleunigte Urbanisierung hat Chinas Tor zur Welt 27 Millionen Einwohner beschert - dreimal so viele wie in New York City! In keiner anderen Stadt ist der Fortschrittsglaube so präsent wie in Shanghai. Westliche Besucher kommen aus dem Staunen nicht heraus: Hier gibt es einige der höchsten Gebäude, das längste U-Bahnsystem, die schnellsten Züge und den größten Hafen der Welt. Elektromobilität ist weitverbreitet, digitales Bezahlen selbst bei Straßenhändlern Alltag. Shanghai wird zu einer Megalopolis, indem es mit Hangzhou und Nanjing auf über 100 Millionen Einwohner zusammenwächst. Doch der Fortschritt hat auch einen hohen Preis, wie er in Umweltproblemen und dem Verlust der Tradition zum Ausdruck kommt.

2. PEKING: Macht- und Kulturzentrum im Reich der Mitte
3.000 Jahre Geschichte, 16.807 qkm Fläche, 23 Millionen Einwohner: Was für eine Stadt! Schon im Mittelalter hatte Beijing sechsmal so viele Einwohner wie London und war mit Problemen konfrontiert, wie sie heute in der Entwicklung von Megacities alltäglich sind. Hier stoßen die Gegensätze mit enormer Wucht aufeinander, Tradition und Moderne sind allgegenwärtig. Die Architektur der Stadt sollte ursprünglich die chinesische Version des Kosmos abbilden. Noch heute ist viel aus der Kaiserzeit erhalten. Wie hat man im alten China gelebt? Welche Rolle spielt heute der Konfuzianismus im modernen Leben? Welche Widersprüche treten dabei zu Tage? Wie stark sind die Kontrollmechanismen eines autoritären Staates, der auf dem politischen Fundament des Einparteiensystems Weltmachtansprüche erhebt? Dies können Besucher auf dem Tian’an Men erahnen, dem größten Platz der Welt.

3. HONGKONG & MACAU: Der Westen im Fernen Osten
Hongkong und Macau waren bis Ende des 20. Jahrhunderts britische bzw. portugiesische Kolonien im Süden Chinas. Die westliche Vorherrschaft führte zu einer wirtschaftlichen Dynamik, die viele Flüchtlinge und Einwanderer anzog. So gehören die ehemaligen Stadtstaaten heute zu den am dichtesten besiedelten Orten der Welt. Hongkong als bedeutendes Handels- und Finanzzentrum Asiens brachte die meisten Wolkenkratzer der Welt hervor - und das in einer Kulisse subtropischer Berge! Macau entwickelte sich zum internationalen Glücksspielzentrum. Einzigartig ist die Mischung aus westlicher und östlicher Kultur, die einen Besuch unvergesslich macht. Allerdings sind die sozialen Gegensätze nach wie vor groß, die Kluft zwischen Arm und Reich ist eine dauernde Gefahr für die Gesellschaft.

Dr. Stefan Roggenbuck ist Soziologe und lebt in Recklinghausen.
Kaum eine Nation hat in den letzten 30 Jahren einen derartigen Aufschwung erlebt wie China, das bevölkerungsreichste Land der Welt. Die Wirtschaft boomt mit enormen Wachstumsraten, Megastädte sind entstanden. Mit dem Entwicklungsplan "Made in China 2025" wandelt sich das Land von der Werkbank der Welt zum Hightech-Standort. Nicht nur in Sachen Urbanität, Elektromobilität und digitale Kommunikation werden Standards gesetzt.

Sozialwissenschaftlich ist der Blick auf das Entwicklungsmodell "sozialistische Marktwirtschaft/Einparteienstaat" genauso interessant wie auf dessen Schattenseiten. Ebenfalls wichtig ist die Beschäftigung mit der reichen Geschichte und Kultur des Landes. Warum ist China mit seiner fernöstlichen Philosophie (Konfuzius) so ganz anders als der Westen, und warum wird andererseits die westliche Lebensart trotzdem so stark nachgeahmt? Wird es eines Tages gelingen, den gesellschaftlichen Zustand der "idealen Gleichheit" für alle (gemäß KP-Entwicklungsmodell) zu erreichen, auch für die 300 Millionen Wanderarbeiter?

In jedem Fall ist die Begegnung mit China eine inspirierende Herausforderung. Eine Reise in das riesige Land wird zu einer einzigartigen Bereicherung, wie sie der Referent Dr. Stefan Roggenbuck gemacht hat. Er hat die für Europäer unfassbaren Megametropolen besucht und berichtet anschaulich in seinen Vorträgen als Soziologe darüber. Dabei geht er auf die vielen Fragen ein, die sich Menschen aus dem Westen stellen und versucht Antworten darauf zu finden.

1. SHANGHAI: Megalopolis des 21. Jahrhunderts
Die beschleunigte Urbanisierung hat Chinas Tor zur Welt 27 Millionen Einwohner beschert - dreimal so viele wie in New York City! In keiner anderen Stadt ist der Fortschrittsglaube so präsent wie in Shanghai. Westliche Besucher kommen aus dem Staunen nicht heraus: Hier gibt es einige der höchsten Gebäude, das längste U-Bahnsystem, die schnellsten Züge und den größten Hafen der Welt. Elektromobilität ist weitverbreitet, digitales Bezahlen selbst bei Straßenhändlern Alltag. Shanghai wird zu einer Megalopolis, indem es mit Hangzhou und Nanjing auf über 100 Millionen Einwohner zusammenwächst. Doch der Fortschritt hat auch einen hohen Preis, wie er in Umweltproblemen und dem Verlust der Tradition zum Ausdruck kommt.

2. PEKING: Macht- und Kulturzentrum im Reich der Mitte
3.000 Jahre Geschichte, 16.807 qkm Fläche, 23 Millionen Einwohner: Was für eine Stadt! Schon im Mittelalter hatte Beijing sechsmal so viele Einwohner wie London und war mit Problemen konfrontiert, wie sie heute in der Entwicklung von Megacities alltäglich sind. Hier stoßen die Gegensätze mit enormer Wucht aufeinander, Tradition und Moderne sind allgegenwärtig. Die Architektur der Stadt sollte ursprünglich die chinesische Version des Kosmos abbilden. Noch heute ist viel aus der Kaiserzeit erhalten. Wie hat man im alten China gelebt? Welche Rolle spielt heute der Konfuzianismus im modernen Leben? Welche Widersprüche treten dabei zu Tage? Wie stark sind die Kontrollmechanismen eines autoritären Staates, der auf dem politischen Fundament des Einparteiensystems Weltmachtansprüche erhebt? Dies können Besucher auf dem Tian’an Men erahnen, dem größten Platz der Welt.

3. HONGKONG & MACAU: Der Westen im Fernen Osten
Hongkong und Macau waren bis Ende des 20. Jahrhunderts britische bzw. portugiesische Kolonien im Süden Chinas. Die westliche Vorherrschaft führte zu einer wirtschaftlichen Dynamik, die viele Flüchtlinge und Einwanderer anzog. So gehören die ehemaligen Stadtstaaten heute zu den am dichtesten besiedelten Orten der Welt. Hongkong als bedeutendes Handels- und Finanzzentrum Asiens brachte die meisten Wolkenkratzer der Welt hervor - und das in einer Kulisse subtropischer Berge! Macau entwickelte sich zum internationalen Glücksspielzentrum. Einzigartig ist die Mischung aus westlicher und östlicher Kultur, die einen Besuch unvergesslich macht. Allerdings sind die sozialen Gegensätze nach wie vor groß, die Kluft zwischen Arm und Reich ist eine dauernde Gefahr für die Gesellschaft.

Dr. Stefan Roggenbuck ist Soziologe und lebt in Recklinghausen.
Kaum eine Nation hat in den letzten 30 Jahren einen derartigen Aufschwung erlebt wie China, das bevölkerungsreichste Land der Welt. Die Wirtschaft boomt mit enormen Wachstumsraten, Megastädte sind entstanden. Mit dem Entwicklungsplan "Made in China 2025" wandelt sich das Land von der Werkbank der Welt zum Hightech-Standort. Nicht nur in Sachen Urbanität, Elektromobilität und digitale Kommunikation werden Standards gesetzt.

Sozialwissenschaftlich ist der Blick auf das Entwicklungsmodell "sozialistische Marktwirtschaft/Einparteienstaat" genauso interessant wie auf dessen Schattenseiten. Ebenfalls wichtig ist die Beschäftigung mit der reichen Geschichte und Kultur des Landes. Warum ist China mit seiner fernöstlichen Philosophie (Konfuzius) so ganz anders als der Westen, und warum wird andererseits die westliche Lebensart trotzdem so stark nachgeahmt? Wird es eines Tages gelingen, den gesellschaftlichen Zustand der "idealen Gleichheit" für alle (gemäß KP-Entwicklungsmodell) zu erreichen, auch für die 300 Millionen Wanderarbeiter?

In jedem Fall ist die Begegnung mit China eine inspirierende Herausforderung. Eine Reise in das riesige Land wird zu einer einzigartigen Bereicherung, wie sie der Referent Dr. Stefan Roggenbuck gemacht hat. Er hat die für Europäer unfassbaren Megametropolen besucht und berichtet anschaulich in seinen Vorträgen als Soziologe darüber. Dabei geht er auf die vielen Fragen ein, die sich Menschen aus dem Westen stellen und versucht Antworten darauf zu finden.

1. SHANGHAI: Megalopolis des 21. Jahrhunderts
Die beschleunigte Urbanisierung hat Chinas Tor zur Welt 27 Millionen Einwohner beschert - dreimal so viele wie in New York City! In keiner anderen Stadt ist der Fortschrittsglaube so präsent wie in Shanghai. Westliche Besucher kommen aus dem Staunen nicht heraus: Hier gibt es einige der höchsten Gebäude, das längste U-Bahnsystem, die schnellsten Züge und den größten Hafen der Welt. Elektromobilität ist weitverbreitet, digitales Bezahlen selbst bei Straßenhändlern Alltag. Shanghai wird zu einer Megalopolis, indem es mit Hangzhou und Nanjing auf über 100 Millionen Einwohner zusammenwächst. Doch der Fortschritt hat auch einen hohen Preis, wie er in Umweltproblemen und dem Verlust der Tradition zum Ausdruck kommt.

2. PEKING: Macht- und Kulturzentrum im Reich der Mitte
3.000 Jahre Geschichte, 16.807 qkm Fläche, 23 Millionen Einwohner: Was für eine Stadt! Schon im Mittelalter hatte Beijing sechsmal so viele Einwohner wie London und war mit Problemen konfrontiert, wie sie heute in der Entwicklung von Megacities alltäglich sind. Hier stoßen die Gegensätze mit enormer Wucht aufeinander, Tradition und Moderne sind allgegenwärtig. Die Architektur der Stadt sollte ursprünglich die chinesische Version des Kosmos abbilden. Noch heute ist viel aus der Kaiserzeit erhalten. Wie hat man im alten China gelebt? Welche Rolle spielt heute der Konfuzianismus im modernen Leben? Welche Widersprüche treten dabei zu Tage? Wie stark sind die Kontrollmechanismen eines autoritären Staates, der auf dem politischen Fundament des Einparteiensystems Weltmachtansprüche erhebt? Dies können Besucher auf dem Tian’an Men erahnen, dem größten Platz der Welt.

3. HONGKONG & MACAU: Der Westen im Fernen Osten
Hongkong und Macau waren bis Ende des 20. Jahrhunderts britische bzw. portugiesische Kolonien im Süden Chinas. Die westliche Vorherrschaft führte zu einer wirtschaftlichen Dynamik, die viele Flüchtlinge und Einwanderer anzog. So gehören die ehemaligen Stadtstaaten heute zu den am dichtesten besiedelten Orten der Welt. Hongkong als bedeutendes Handels- und Finanzzentrum Asiens brachte die meisten Wolkenkratzer der Welt hervor - und das in einer Kulisse subtropischer Berge! Macau entwickelte sich zum internationalen Glücksspielzentrum. Einzigartig ist die Mischung aus westlicher und östlicher Kultur, die einen Besuch unvergesslich macht. Allerdings sind die sozialen Gegensätze nach wie vor groß, die Kluft zwischen Arm und Reich ist eine dauernde Gefahr für die Gesellschaft.

Dr. Stefan Roggenbuck ist Soziologe und lebt in Recklinghausen.
Die Volksrepublik China ist in kurzer Zeit vom Entwicklungsland zur zweitgrößten Volkswirtschaft aufgestiegen. Neben den künftigen Weltveränderern wie Alibaba, Tencent oder Baidu mischt auch der chinesische Staat mit. Dank modernster Technik sollen jede Firma und jeder Bürger in Echtzeit überwacht werden können - auch über die Grenzen der Volksrepublik hinaus. Diese Entwicklungen stellen Europa und Deutschland vor völlig neue Herausforderungen.

Stephan Scheuer spürt den innovativsten Ideen in China nach und zeigt, wo Firmen aus der Volksrepublik bereits ihre Konkurrenten in Europa und den USA überholt haben. Und er führt auf, welche Denker hinter den Konzepten stehen und wie sie die Wirtschaftsordnung auch in Europa radikal verändern werden. Ihre Ideen werfen auch elementare Fragen über die Sicherheit unserer Daten und die Bedeutung von Landesgrenzen in der digitalen Welt auf.

Stephan Scheuer hat Internationale Beziehungen und Sinologie in Marburg, Berlin, London und Peking studiert. Anschließend war er fünf Jahre lang China-Korrespondent, zunächst für die Deutsche Presse-Agentur, dann für das Handelsblatt. Heute schreibt er von der Handelsblatt-Zentrale in Düsseldorf aus über die globale Telekommunikations- und IT-Industrie sowie chinesische Firmen in Europa.

Im Anschluss an den Vortrag lädt die VHS Neuss zu weiteren Gesprächen bei einem kleinen Imbiss ein.

Anmeldung: Siehe Kursdetails Die Halbzeitbilanz der Trump-Administration

( ab Mo., 25.2., 18.30 Uhr )

Die überraschende Wahl des Politiknovizen Donald J. Trump im November 2016 zum US-Präsidenten sendete Schockwellen durch das Land und rund um den Globus. Nach zwei Jahren im Amt und den Zwischenwahlen zum Kongress ist es Zeit, eine Halbzeitbilanz zu ziehen: Welche Ziele konnte Trump in die Tat umsetzen? Was sind die innen- und außenpolitischen, aber auch die politisch-kulturellen Folgen seiner Präsidentschaft? Müssen wir uns um den Bestand der Demokratie in den USA sorgen? Schließlich: Welche politischen Zukunftsszenarien lassen sich aus Trumps Erfolgsbilanz und den Ergebnissen der Midterm Elections ableiten?

Die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Neuss e. V. und die VHS Neuss laden Sie ein, Dr. Horst im Romaneum zu hören und zu erleben und bieten Ihnen die Möglichkeit, mit ihm ins Gespräch zu kommen.

Der Referent Dr. Patrick Horst ist Lecturer Political Science im Nordamerikastudienprogramm der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

In Kooperation mit der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Neuss e. V.
Rainer Hermann, einer der besten Kenner des Nahen Ostens, langjähriger Auslandskorrespondent und Redakteur der »FAZ«, erklärt die wahren Ursachen der anhaltenden Konflikte. Deutlich benennt er die globalen Erfordernisse, denen wir uns stellen müssen: Versagen der staatlichen Strukturen, demographisches Wachstum und die zerfallenden Volkswirtschaften.

R. Hermann sagt über sein Buch: "Die Konflikte und Kriege im Nahen Osten sind keine vorübergehende Episode, sie werden uns noch lange beschäftigen. Die postkolonialen Nationalstaaten sind gescheitert, Gesellschaften brechen auseinander. Wir alle haben die eigentlichen Herausforderungen der Zukunft noch nicht benannt: Erst wenn die Menschen und die Nationen ihre konfliktbeladene Suche nach ihrer Identität abschließen und es eine neue verlässliche politische Kultur gibt, die nicht mehr die Mehrheit der Bevölkerung von Teilhabe ausschließt, wird es stabile Staaten geben. Das demographische Wachstum, dysfunktionale Volkswirtschaften und gravierende Umweltprobleme gefährden jedoch jede Entwicklung. Daher wird der Flüchtlingsstrom zu uns anhalten. Sollte die Integration nicht gelingen, wird ein Zusammenstoß zwischen der Mehrheitsgesellschaft und der muslimischen Minderheit unvermeidlich sein."

Rainer Hermann, geboren 1956, studierte Islamwissenschaft und Volkswirtschaft in Freiburg, Rennes, Basel und Damaskus.
Als Korrespondent der Bundesstelle für Außenhandelsinformation wurde er 1990 in Kuwait Augenzeuge des irakischen Einmarsches. Von 1991 bis 2008 berichtete er aus Istanbul über die Türkei und die arabische Welt, 2008 übersiedelte er nach Abu Dhabi, 2012 kehrte er nach Deutschland zurück und ist in der politischen Redaktion der »FAZ« vor allem für den Nahen Osten und die Türkei zuständig.

Die VHS Neuss lädt Sie ein, im Romaneum zu hören und zu erleben und bietet Ihnen die Möglichkeit, mit ihm ins Gespräch zu kommen.
Am 26. Mai findet die neunte Direktwahl zum Europäischen Parlament statt. Gewählt werden 705 Abgeordnete von voraussichtlich dann - nach dem Brexit - 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Das Europäische Parlament ist das einzige direkt gewählte Organ der Europäischen Union und damit die einzige direkt gewählte supranationale Institution weltweit.

Doch was tut "Europa" für seine Bürger konkret? Diese und viele weitere Fragen sollen die Kandidaten für den Rhein-Kreis Neuss interessierten Menschen und insbesondere Erstwählern beantworten.

Auf dem Podium sitzen Dr. Stefan Berger (CDU), Petra Kammerevert (SPD), Simon Kell ( FDP), Dirk Kranefuss (AfD). Die weiteren Parteien sind angefragt.

Moderiert wird von Andreas Vollmert.

In Kooperation mit der Stadtbibliothek Neuss und dem Förderverein Kinder- und Jugendhilfe Neuss e.V.

Anmeldung: Siehe Kursdetails "Inside AfD. Der Bericht einer Aussteigerin"

( ab Mi., 20.2., 18.30 Uhr )

Am 3. August 2018 erschien im renommierten Europaverlag das Buch "Inside AfD" des ehemaligen Parteimitglieds Franziska Schreiber. Jenseits der parteikritischen Inhalte schlug es schnell hohe mediale Wellen, insbesondere wegen ihrer Behauptung, dass der damalige Bundesverfassungsschutzpräsident Maaßen der ehemaligen Parteichefin Frauke Petry "Tipps" gegeben habe.

Worum geht es in dem Buch?
Franziska Schreiber beschreibt, was sie nach ihrem Eintritt in die AfD 2013 bei ihrem steilen Aufstieg innerhalb der Parteihierarchie erlebte. Innerhalb von nur vier Monaten wurde sie stellvertretende Vorsitzende der Jungen Alternativen (JA) Sachsen, ein halbes Jahr später Vorsitzende. 2017 war sie die einzige Frau im Bundesvorstand und dazu Pressesprecherin. Sie resümiert: "Ich war lange und nahe genug dabei, um beurteilen zu können, wohin die Partei sich bewegt hat und bewegen wird." (...) "Der Zustand, in dem sich die AfD befindet, hat für mich nichts mehr mit Konservatismus zu tun, das ist gelebte Fremdenfeindlichkeit. Ich befürchte, dass einige Wähler das bisher nicht ernst nehmen."

Wir laden Sie an diesem Abend dazu ein, Franziska Schreibers Sicht auf die AfD kennenzulernen und mit ihr über die innenpolitische Bedeutung zu diskutieren.
Spätestens seit Beginn der Flüchtlingsdebatte erlebt Deutschland wieder offenen Rassismus, der sich hauptsächlich gegen Muslime richtet und sich sowohl verbal als auch mit Gewalt äußert.
Warum diese antimuslimische Stimmung rassistisch ist und wo die Gefahren dieser neuen Form von Rassismus liegen, wird der Islamwissenschaftler Elhakam Sukhni in seinem Vortrag thematisieren und mit den Teilnehmern diskutieren.

Elhakam Sukhni, 1982 in Neuss geboren, absolvierte ein Magisterstudium mit den Fächern Islamwissenschaften, Judaistik und Völkerrecht an der Universität zu Köln. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter lehrte und forschte er am Institut für Islamische Theologie (IIT) der Universität Osnabrück. Heute arbeitet Sukhni für die Stadt Wuppertal in der Extremismus-Prävention und Deradikalisierung.

In Kooperation mit dem Raum der Kulturen Neuss e.V.
Haben die Juden eine Zukunft in Europa? Richard C. Schneider, langjähriger ARD-Korrespondent in Israel, ist skeptisch. Er sagt dazu:

"In Deutschland scheint die Lage - im Vergleich zu anderen europäischen Staaten - noch überschaubar, doch die Realität der Zahlen und Statistiken weist auch in Deutschland eine steigende Tendenz antisemitischer Straftaten und eines entsprechenden Gedankenguts aus. Die jüdischen Gemeinden können ein Lied davon singen: die Zunahme an antisemitischen Briefen und Hassmails ist ein klares Anzeichen für das Brechen eines Tabus, eines Dammes. Hinzu kommt: Längst sind diese Briefe nicht mehr anonym, sondern mit Namen und Adressen versehen, die Antisemiten scheinen sich nicht mehr verstecken zu müssen.

Hinzu kommt der Antisemitismus einer Partei wie der AfD, der Anti-Zionismus muslimischer Kreise, die Neo-Nazis vor allem in Ostdeutschland. Zwar wurden in den letzten Jahren "nur" 7,5% der in Deutschland lebenden Juden tätlich angegriffen, doch wenn man das in realen Zahlen betrachtet, ist dies nicht unerheblich, denn das heißt, dass rund 11 250 Juden Opfer eines antisemitischen Gewaltaktes in Deutschland wurden.

In Frankreich, Belgien und Schweden sieht es noch viel schlimmer aus. In Malmö beispielsweise gibt es so gut wie keine Juden mehr. Nachdem die Stadt mehrheitlich aus muslimischen Einwanderern besteht, die Juden auf offener Straße angreifen, und die schwedische Polizei nicht eingreift, weil sie Angst hat (selbiges ist in Frankreich vor allem in den Banlieus zu beobachten), sind die meisten Juden inzwischen ausgewandert. In Frankreich und Belgien ist die Lage ähnlich prekär."

Wir laden Sie ein, Richard C. Schneiders Ansichten kennenzulernen und darüber ins Gespräch zu kommen.

Richard C. Schneider, geboren 1957, ist Journalist, Buch- und Fernsehautor. Er war von 2006 bis 2015 ARD-Studioleiter und Chefkorrespondent in Tel Aviv, 2016 Leiter TV und Chefkorrespondent im ARD Studio Rom, und arbeitet jetzt wieder als Editor-at-large und Filmemacher für die ARD. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit dem Nahostkonflikt, der israelischen Gesellschaft und der jüdischen Geschichte.

In Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf Düsseldorf und der Franz Rosenzweig Loge (B‘nai Brith).

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