Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Politik und Gesellschaft

Politik und Gesellschaft im Vortrag. Hören und begegnen

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Hören, erleben und diskutieren Sie mit Albrecht von Lucke über die Große Koalition.

Albrecht von Lucke zu seinem Vortrag:
"Seit gut einem halben Jahr befinden wir uns in der vierten "GroKo" - und vielleicht auch in der letzten. Denn was 1966 mit knapp 90 Prozent tatsächlich als ganz Große Koalition begann, ist heute mit wenig mehr als 50 Prozent zur letzten kleinen Koalition geworden.
Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die deutsche Sozialdemokratie befindet sich in ihrer schwersten Krise der Nachkriegsgeschichte. Und die Union in einer Übergangskrise in die Nach-Merkel-Ära.
Damit stellen sich in den nächsten Jahren vor allem drei entscheidende Fragen: Wird es der SPD gelingen, sich aus ihrer existenziellen Identitätskrise zu befreien? Oder reicht der enger werdende Platz in der Mitte des Parteienspektrums zukünftig nur noch für eine der beiden Volksparteien? Oder erleben wir gar den Niedergang beider Volksparteien und, wie heute bereits im Osten, auch im Westen des Landes den Aufstieg einer neuen völkischen Sammlungsbewegung ganz eigener Art - und damit den Übergang in eine völlig andere Republik?"

Albrecht von Lucke ist Jurist und Politikwissenschaftler und lebt in Berlin. Seit 1999 ist er als freier Publizist, Korrespondent und Redakteur der Monatszeitschrift "Blätter für deutsche und internationale Politik" tätig, seit 2003 arbeitet er für die Blätter als Redakteur. Neben dieser Tätigkeit schreibt von Lucke auch für andere Zeitungen (unter anderem für den Freitag, für die tageszeitung und den Vorwärts). Er arbeitet außerdem für Rundfunk und Fernsehen, für die er politische Kommentare beisteuert und an Diskussionen teilnimmt (u. a. ARD - "Presseclub" und "Maischberger", WDR 5 "Politikum", SWR2 "Forum", DLF "Der Tag", 3sat "Kulturzeit").

Nach dem Vortrag von Herrn von Lucke haben Sie die Gelegenheit, in lockerer Runde die aufgeworfenen Fragen und Thesen weiter zu diskutieren.
Eine Veranstaltung der VHS Neuss in Kooperation mit dem Landesbüro NRW der Friedrich Ebert Stiftung.
Drei Finanzkrisen in nur zehn Jahren zeigen: Der Kapitalismus tritt in eine neue Phase ein. Ulrike Herrmann erklärt, wie Wachstum entsteht, warum Kapital nicht das Gleiche wie Geld ist, warum Geld nicht reich macht, warum Großkonzerne herrschen, warum die Globalisierung nicht neu ist - und warum der Kapitalismus zusammenbrechen wird.
Ein Vortrag der zur Diskussion und zum Weiterdenken anregt.

Ulrike Herrmann arbeitet als Wirtschaftskorrespondentin bei der "tageszeitung" (taz). Zudem ist sie regelmäßiger Gast im Radio und im Fernsehen. Herrmann ist ausgebildete Bankkauffrau und hat an der FU Berlin Geschichte und Philosophie studiert. Zuletzt erschienen im Westend Verlag ihre Bestseller "Hurra, wir dürfen zahlen" (2010), "Der Sieg des Kapitals" (2013) sowie "Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung" (2016).
Ob und wie Politik, Banken und Konzerne islamistischen Extremisten in die Karten spielen, hat Sascha Adamek für sein neuestes Buch "Scharia-Kapitalismus" untersucht. Adamek ist deutscher investigativer Journalist, Filmemacher und seit 1999 Autor für die ARD-Magazine MONITOR und KONTRASTE, sowie für Reportagen und Dokumentationen für den WDR und RBB. Sein erschreckendes Fazit: Den Kampf gegen unsere Freiheit finanzieren wir selbst.
"Der Islamismus sieht sich als Todfeind des Westens und seiner Lebensweise. Unglaublich ist es daher, wie bedenkenlos deutsche Unternehmen, Verbände und Politiker mit Vertretern dieser Weltanschauung gemeinsame Sache machen," erklärt Adamek.
In seinem Vortrag nimmt er ein Marktsegment der Weltwirtschaft ins Visier, das sich für unsere Gesellschaften als besonders explosiv herausstelle: den Handel mit Staaten, die den radikalen Islam nicht nur zur Staatsreligion erklärten, sondern ihn auch in alle Welt exportierten. Adamek präsentiert zugleich fotografische Einblicke in das WM-Land Katar, das er 2017 für seine Recherchen aufsuchte.
Neben den Recherchen über Finanzströme aus dem Nahen Osten, die hierzulande islamistische Strukturen unterstützten, präsentiert Adamek auch die Schwierigkeiten der Recherche über deutsche Moscheevereine. Sein Fazit: deren Finanzierung sei oft eine Blackbox.
Die VHS Neuss lädt Sie ein, Sascha Adamek im Romaneum zu hören und zu erleben und bietet Ihnen die Möglichkeit, mit ihm ins Gespräch zu kommen.

Anmeldung: Siehe Kursdetails Zu Fuß durch ein nervöses Land

( ab Do., 22.11., 18.30 Uhr )

Der Philosoph und WDR-Journalist Jürgen Wiebicke lässt Interessierte am 22. November 2018 an seiner Reise durch unser Land teilhaben auf der Suche nach Menschen, die sich um mehr kümmern als um ihr privates Wohlbefinden - und gerade deshalb glücklich sind.

Die Ankündigung seines Buch "Zu Fuß durch ein nervöses Land" (Kiepenheuer&Witsch, 2016):
"So geht’s nicht weiter. Aber wohin sonst? Ein Land im Krisenmodus, die Welt in labilem Zustand - wie lässt sich dennoch ein gutes Leben leben?
Immer mehr Menschen spüren ein zunehmendes Unbehagen daran, dass an dem derzeitigen individualistischen Lebensstil etwas grundsätzlich faul ist. Aber wie er zu ändern wäre, ist immer noch äußerst unklar. Gegen diese Lähmung im Denken und Handeln ist das Wandern seit jeher eine großartige Therapie. Daher ist der Philosoph Jürgen Wiebicke einfach losgelaufen, um etwas über den Zustand unserer Gesellschaft zu erfahren, über den Krisenmodus, in dem wir stecken - und um Menschen zu begegnen, die ganz konkret neue Formen des politischen Engagements erproben. Er trifft Künstler, Millionäre und Sportler, spricht mit Leitern von Jugendhilfezentren und Flüchtlingsheimen, besucht unter anderem ein Schützenfest, Yoga-Sitzungen im Klostergarten und einen Schlachthof. Er stellt fest: Nicht nur angesichts der Flüchtlinge wächst die Bereitschaft, sich um mehr als um den eigenen Vorgarten zu kümmern und sich für ein gelingendes Gemeinwesen einzusetzen."

Die VHS lädt Sie ein, die Lesung von Jürgen Wiebicke zu erleben und mit ihm über seine Erfahrungen ins Gespräch zu kommen.

Wiebicke studierte Germanistik und Philosophie. Er wurde dann über die Stationen des Volontärs und Redakteurs Redaktionsleiter beim Sender Freies Berlin (SFB). Anschließend machte er sich selbstständig und begann 1997 als freier Journalist beim Sender WDR 5. Dort moderiert er das Vormittagsprogramm "Neugier genügt", die Sendung "Funkhausgespräche" und jeden Freitagabend "Das philosophische Radio". Weiterhin moderiert er in unregelmäßigen Abständen die Sendung "Länderzeit" im Deutschlandfunk.
Als Autor schreibt Wiebicke seit 2011 in der Zeitschrift Philosophie Magazin und arbeitet am Programm des internationalen Philosophie-Festivals phil.Cologne mit. Im Jahr 2012 wurde er mit dem Medienethik-Preis META der Hochschule für Medien Stuttgart ausgezeichnet. Zuletzt erschienen seine Bücher "Dürfen wir so bleiben, wie wir sind?", "10 Regeln für Demokratie-Retter" und "Zu Fuß durch ein nervöses Land" bei Kiepenheuer & Witsch.
Nach den Novemberpogromen 1938 organisierte allen voran die britische Regierung die Ausreise von über 10.000 Kindern, die als "jüdisch" im Sinne der Nürnberger Gesetze galten, aus dem Deutschen Reich und aus von diesem bedrohten Ländern. Die ersten Kinder konnten in der ersten Dezemberwoche - also genau vor 80 Jahren - in Zügen und mit Schiffen ausreisen. Die meisten sahen ihre Eltern nie wieder. Nicht selten waren sie die einzigen aus ihren Familien, die den Holocaust überlebten.
Lilly Maier hat für ihre Forschungsarbeit über die Kindertransporte den "Forscherpreis für exzellente Studierende 2014" gewonnen und bringt nun mit "Arthur und Lilly - Das Mädchen und der Holocaust-Überlebende - Zwei Leben, eine Geschichte" eine historische Reportage über die Lebens- und Fluchtstationen eines Wiener Jungen heraus, der über Paris und New York nach Los Angeles floh, wo er als Erwachsener Raketeningenieur und Vater dreier Söhne wurde.

Flucht und Aufnahme von Geflüchteten - heute wie damals ein drängendes Thema.

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