Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Fachbereich 4: Geist und Natur

Geschichte und Zeitgeschehen

Kursangebote >> Kursbereiche >> Kultur >> Geschichte und Zeitgeschehen

Seite 1 von 1

Anmeldung: Siehe Kursdetails Janusz Korczak - Anwärter der Kinderrechte

( ab Mi., 3.4., 13.30 Uhr )

Die VHS setzt ihre Reihe zu den Namensgebern Neusser Schulen fort. In diesem Semester bietet sich anlässlich der Jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr die Zusammenarbeit mit der Janusz-Korczak Gesamtschule an.

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Person des Pädagogen, Schriftstellers und Mediziners Janusz Korczak, der um 1878 in Warschau als Henryk Goldszmit geboren wurde. Unter seinem Pseudonym Janusz Korczak publizierte er bereits früh Kinder- und Jugendbücher. Mit der Leitung eines jüdischen Weisenhauses konnte er seine Pädagogik der Achtsamkeit umsetzen. Das Haus wurde während der deutschen Okkupation im Herbst 1940 ins Warschauer Ghetto verlegt. Er begleitete die ihm anvertrauten Kinder 1942 bis in das Vernichtungslager Treblinka und wurde mit ihnen ermordet.

Dr. Regina Plaßwilm, M.A., Historikerin und Kulturmanagerin, schloss im Jahre 2009 ihre Doktorarbeit am Historischen Seminar der Heinrich- Heine-Universität Düsseldorf zur Erinnerungsarbeit von ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern des Zweiten Weltkrieges ab. Neben ihren wissenschaftlichen Forschungen und der Lehrtätigkeit ist sie beruflich als Kulturmanagerin und im Wissenschaftsmanagement an Hochschulen beschäftigt.
1424 beschloss der Rat der Stadt Köln, alle jüdischen Einwohner auszuweisen. Mehr als 370 Jahre lang hatte dieses Ansiedlungsverbot Bestand. Zu den ersten Juden, die sich seit 1798 wieder in Köln niederließen, zählte auch der junge Kaufmann Salomon Oppenheim jr. aus Bonn. Rasch stieg er zu dem mit Abstand wohlhabendsten jüdischen Bürger Kölns auf. Die wirtschaftliche und soziale Sonderstellung der Familie, die über Generationen fortdauerte, bedingte nach jüdischer Tradition gleichzeitig eine besondere Verantwortung für die Gemeinschaft.
Diesem Gebot verschloss sich die Bankiersfamilie nicht. Wie sie sich im Einzelnen engagierte, ist einer der Schwerpunkte des Vortrags. Zu ihren nachhaltigen Engagements zählt der eminente Beitrag zur Vollendung des Kölner Doms, der sein jüdisches Pendant in der Finanzierung der ersten Kölner Synagoge der Neuzeit findet.
Auch politisch zeigten die Oppenheims Profil. In den 1840er Jahren setzten sie sich an die Spitze der bürgerlichen Emanzipationsbewegung im Rheinland. Ihr Ziel war es, die rechtliche Gleichstellung der Juden in der Gesellschaft zu erkämpfen, die jedoch erst 1871 Realität wurde.

Die Geschichte der Familie Oppenheim zeigt ferner, dass wirtschaftliche Erfolge und Leistungen zugunsten des Allgemeinwohls keineswegs vor antijüdischen und antisemitischen Angriffen schützten. Traditionelle kirchliche Sichtweisen, Unwissenheit, Sozialneid und rassistische Lehren bildeten den Nährboden. In den 1850er Jahren zogen die Oppenheims für sich die Konsequenz, zum Christentum zu konvertieren.
Die Mehrheitsgesellschaft fuhr jedoch fort, die jüdische Abkunft der Oppenheims als Makel anzusehen. Beispiele bieten der berufliche Werdegang des Orientforschers Max von Oppenheim und die beinahe tödliche Bedrohung der Familie während des NS-Regimes. Die Geschichte der Oppenheims verkörpert daher sowohl Glanz als auch Tragik des deutsch-jüdischen Verhältnisses. Gleichzeitig stellt sie Fragen nach dem Verhältnis von Identität und Anpassung.
Die Entwicklung der jüdischen Gemeinde in Neuss, deren Ursprünge bis ins Mittelalter zurückreichen, erlebte ihren Höhepunkt Ende des 19. Jahrhunderts. Nur wenige offensichtliche Zeugnisse aus der Zeit vor der Verfolgung und Vernichtung sind im Stadtbild erhalten. Gleichwohl lassen sich vor dem Hintergrund der archivischen Überlieferung eine Vielzahl von Spuren entdecken. Bei einem Rundgang durch die Innenstadt entsteht so ein lebendiger Eindruck vom jüdischen Leben.

Anschließend lädt die Jüdische Gemeinde zu koscherem Essen und Wein in die Lehrküche der VHS im RomaNEum ein. (Eine Lebensmittelumlage 15 € pro Person wird vor Ort erhoben).

Eine Anmeldung ist bis zum 29.3. erforderlich, telefonisch unter 02131 90 42 50 oder per Email unter stadtarchiv@stadt.neuss.de

Treffpunkt: Stadtarchiv Neuss

In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Neuss und der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf.

Anmeldung: Siehe Kursdetails Die Deutschen von London

( ab Mo., 6.5., 18.30 Uhr )

"Wir sind Nachbarn des Festlandes, nicht aber Teil von Europa". Diese Auffassung vertrat Lord Bolingbroke bei den Friedensverhandlungen von Utrecht im Jahre 1714. In ähnlicher Weise äußerte sich nicht nur Winston Churchill mehr als zwei Jahrhunderte später, sondern diese Ansicht wird auch heute noch von vielen Briten vertreten.

Die Brexit-Entscheidung vom Juni 2016 hat das fehlende Zugehörigkeitsgefühl zu Europa erneut deutlich werden lassen. Dabei übersehen die Briten allzu gerne die engen wirtschaftlichen, sozialen und familiären Verflechtungen mit dem europäischen Festland. Sie nehmen zwar die Einwanderung aus ihren ehemaligen Kolonien zur Kenntnis, doch sie verdrängen die europäische Einwanderung. Dabei war Britannien über viele Jahrhunderte ein beliebtes Einwanderungsland für Europäer. Unter ihnen bildeten die Deutschen mehr als zweieinhalb Jahrhunderte die größte Einwanderungsgruppe. Sie haben zusammen mit den Schweizern und Niederländern einen wichtigen Beitrag zum Aufstieg Großbritanniens zur Weltmacht beigetragen.

Der Vortrag befasst sich mit den deutschen Einwanderern in London und ihrem Einfluss auf Handel, Banken und Gewerbe.

Seite 1 von 1

freie Plätze
freie Plätze
Anmeldung möglich
Anmeldung möglich
fast ausgebucht
fast ausgebucht
auf Warteliste
auf Warteliste
Kurs abgeschlossen oder Anmeldefrist überschritten.
Kurs abgeschlossen oder Anmeldefrist überschritten.
Kurs ausgefallen
Kurs ausgefallen
Anmeldung: Siehe Kursdetails
Anmeldung: Siehe Kursdetails

Kontakt

Volkshochschule Neuss
im Romaneum - 3. Etage 
Brückstraße 1
41460 Neuss

Telefon 0 21 31 / 90 41 51
Telefax 0 21 31 / 90 24 67
E-Mail vhs@stadt.neuss.de
Anmeldungen per Fax: 02131 / 90 23 87

Öffungszeiten

Anmeldung
Persönlich (RomaNEum, 3. Etage)
Montag – Freitag: 9.00 – 12.00 Uhr
Donnerstag: 15.00 – 18.00 Uhr

Anmeldung für Deutschkurse
Nur persönlich möglich!
(RomaNEum, 3. Etage)
Montag – Mittwoch: 9.00 – 12.00 Uhr

Servicetelefon: 02131 – 904151
Montag – Mittwoch: 9.00 – 16.00 Uhr
Donnerstag: 9.00 – 18.00 Uhr
Freitag: 9.00 – 12.00 Uhr

Gerne vereinbaren wir mit Ihnen weitere
Termine für Anmeldungen und Beratungen.

Öffnungszeiten des  RomaNEums
Montag – Freitag: 08.00 – 21.30 Uhr
Samstag – Sonntag: 08.15 – 18.00 Uhr

Nach oben

VHS
Grundbildung
ich will deutsch lernen
Stadt Neuss