Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Fachbereich 4: Geist und Natur

Geschichte und Zeitgeschehen

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Die Zulassung von Frauen zu politischen Wahlen war ein historischer Meilenstein - nicht nur für die Frauen, sondern mehr noch für die Demokratie. 150 Jahre hatte es gedauert, bis das Versprechen der Französischen Revolution von Freiheit und Gleichheit nicht länger auf Männer beschränkt wurde.

Durch ihre parlamentarische Arbeit haben die Frauen in diesen vergangenen 100 Jahren einiges erreicht: Die Verankerung der Gleichheit von Frau und Mann im Grundgesetz, die Abschaffung diskriminierender Ehegesetze, zuletzt die Einführung des Grundsatzes "Nein heißt Nein" in der Definition von sexualisierter Gewalt. Andererseits trägt die parlamentarische Demokratie aber weiterhin den Stempel des Männlichen. Im neuen Bundestag ist der Frauenanteil wieder gesunken, wenn auch nicht in allen Parteien. Und erst recht auf kommunaler oder Landesebene sieht es schlecht aus. Der Kampf für die demokratische Beteiligung von Frauen an der Gestaltung des Zusammenlebens war immer schon mehr als bloße "Gleichstellung", er ist verknüpft mit dem Wunsch, Politik anders zu machen. Das 100. Jubiläum ist ein guter Anlass, sich darauf wieder zu besinnen. Bilanz zu ziehen darüber, was gelungen ist, aber auch darüber, was eben nicht gelungen ist. Und wieder darüber nachzudenken, wie Frauen in der Politik nicht nur "mitmachen", sondern Dinge grundsätzlich verändern können.

Dr. Antje Schrupp ist Journalistin und Politikwissenschaftlerin und lebt in Frankfurt am Main. Sie studierte Politikwissenschaft, Philosophie und evangelische Theologie. Sie arbeitet u.a. als Redakteurin der Zeitung Evangelisches Frankfurt und ist Redakteurin und Autorin beim Internetforum "Beziehungsweise Weiterdenken",

In Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Neuss.
In den letzten 20 Jahren hat sich die politische Weltlage dramatisch verändert. Osteuropäische Archive haben sich für die Forschung geöffnet, und auch die Sicht auf Karl Marx ist eine andere geworden, seit durch wirtschaftliche und ökologische Krisen deutlich wurde, wie richtig viele seiner Prognosen gewesen sind - ob sie nun Globalisierung und Überproduktion oder Arbeitslosigkeit, Spekulationswut und Armutsrevolten betreffen. Von seinen drei Töchtern hatte Eleanor (1855-1898) die engste Bindung an ihn. Sie war auch die beste Kennerin seines Werkes, zu dessen Sachwalterin sie sich machte: Als Editorin und Übersetzerin seiner Schriften hat sie unser Marx-Bild entscheidend geprägt. Obwohl diese starke Frau sehr beliebt war und sogar von politischen Feinden respektiert wurde, litt sie unter schweren Depressionen, die sie mit 43 Jahren in den Selbstmord trieben. Die bekannte Biographin Eva Weissweiler hat für dieses Buch mehr als hundert unveröffentlichte Briefe aus russischen und holländischen Archiven konsultiert, die durch neue Forschungsergebnisse ergänzt wurden.

Dr. Eva Weissweiler lebt als freie Schriftstellerin und Filmautorin in Köln.

In Kooperation mit der FernUniversität in Hagen, Regionalzentrum Neuss.
Vor 100 Jahren fand die erste erfolgreiche Revolution der deutschen Geschichte statt. Am Ende des Ersten Weltkriegs, der über zehn Millionen Menschen das Leben kostete und Europa in unvorstellbares Elend stürzte, fegte ein Aufstand die morsch gewordene Herrschaft der Monarchien weg und schuf die Fundamente für die erste deutsche Demokratie.

Der Vortrag zeichnet die revolutionären Ereignisse nach und fragt nach den Ursachen. War die Revolution von 1918 eine Antwort auf strukturelle Unfähigkeit des fast ein halbes Jahrhundert vorher gegründeten Deutschen Kaiserreichs zur Reform, auf vier Jahre Krieg oder auf die Niederlage? Handelte es sich um einen Arbeiter-, einen Soldaten- oder einen Volksaufstand? Warum war sein Ergebnis keine sozialistische Räterepublik wie in Russland ein Jahr zuvor, sondern eine bürgerliche parlamentarische Demokratie? Schuf die Revolution von 1918 schon die Grundlagen für den Untergang dieser Demokratie und die nationalsozialistische Machtübernahme 1933?

Christoph Nonn ist Professor für Neueste Geschichte an der Universität Düsseldorf.

Anmeldung: Siehe Kursdetails Kaiser und Konfuzius - Das klassische China

( ab Mo., 12.11., 19.30 Uhr )

China blickt auf 5000 Jahre Geschichte zurück - so wird es jedenfalls immer wieder gesagt. Diese gewaltige Zeitspanne hat zwar ihre Berechtigung, doch die Geschichte Chinas ist genauso von Brüchen und Veränderungen geprägt wie von Kontinuitäten und Konstanten.

Der Vortrag wird Grundzüge der chinesischen Geschichte aufzeigen und deutlich machen, welcher Dynamik China bereits in seiner Vergangenheit unterworfen war. Er wird zudem aufzeigen, wie weit die Kenntnis des klassischen China auch das moderne China ein Stück weit verständlicher macht.

Dr. Cord Eberspächer ist Historiker und Sinologie. Er hat in Oldenburg, Hamburg, Leiden und Peking studiert und bekleidete Forschungsstellen in Berlin und Bristol. Seit 2010 ist er Direktor des Konfuzius-Instituts an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Anmeldung: Siehe Kursdetails Krupp und Kommunismus - Das moderne China

( ab Mo., 26.11., 19.30 Uhr )

Es wird gerne behauptet, dass China heute mit einem Bein mitten im 21. Jahrhundert, mit dem anderen aber noch im 19. steht. Wie ist es zu dieser Entwicklung gekommen? Wann hat sie begonnen?

Der Vortrag wird erörtern, wie und wann Chinas Weg in die Moderne begonnen hat und wie er bis in die Gegenwart verlaufen ist. Dabei wird er auch auf den Austausch Chinas mit dem Westen eingehen und aufzeigen, wie weit auch das China der Gegenwart von seinen Erfahrungen im 19. und 20. Jahrhundert geprägt ist.

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