Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Fachbereich 5: Politik und Gesellschaft, Recht / Wirtschaft, Umwelt und Verbraucher

Umwelt und Verbraucher

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Anmeldung: Siehe Kursdetails Patientenautonomie am Lebensende

( ab Mo., 9.4., 17.30 Uhr )

Zur Selbstbestimmung von Patienten am Lebensende bzw. bei schwerer Krankheit bestehen unterschiedliche Auffassungen. Die Meinungsvielfalt zu diesem Thema hat offensichtlich viele Bürgerinnen und Bürger verunsichert. Wie ist die Rechtslage? Welche Möglichkeiten haben Sie konkret für den Sterbeprozess bzw. die schwere Krankheit in geeigneter Weise durch Willenserklärungen wie Vollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung vorzusorgen? Fragen über Fragen: Wie geht man rechtlich und ethisch korrekt mit den Menschen um, die sich (tatsächlich oder mutmaßlich) am Ende ihres Lebens befinden und eines Beistandes und der Hilfe bedürfen? Welche Rechte hat der Patient, der Sterbende? Was dürfen bzw. sollen Ärzte und Pflegekräfte tun? Welche Maßnahmen sind zulässig, welche eher nicht? Wie sollen sich die Angehörigen eines Patienten/Sterbenden verhalten? Was dürfen die Angehörigen von den Gesundheitsberufen erwarten? Diese und zahlreiche weitere Fragen türmen sich auf und verlangen nach Antworten! Jeder sollte sich in Grundzügen mit dem Thema vertraut machen. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit "Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk" (Neuss), angeboten.

Anmeldung: Siehe Kursdetails Pflegebedürftigkeit - was tun?

( ab Mo., 14.5., 17.30 Uhr )

In den 90-er Jahren wurde deutlich, dass die Pflegebedürftigkeit zu einem Lebensrisiko vieler Menschen geworden ist. Da eine soziale Absicherung geboten erschien, kam es zur Einführung der Pflegeversicherung, und zwar durch Schaffung des SGB XI. Dieser Versicherungszweig hat aufgrund der demografischen Entwicklung immer mehr Bedeutung erlangt. Gesetzeskorrekturen wurden 2008, 2012 und 2014 beschlossen, ohne damit die Pflege der pflegebedürftigen Menschen auf Dauer zukunftsfest gemacht zu haben. Beklagt wird aktuell vor allem, dass Menschen mit dementiellen Erkrankungen nur unvollkommen durch die Pflegeversicherung erfasst werden. Zu beklagen sind aber auch andere systemische Unzulänglichkeiten, die aufgrund fehlenden Pflegepersonals vielfach Kritik und Klagen auslösen. Letztlich ist auch zu bedenken, dass die Pflegeversicherung nur als eine Art "Teilkaskoversicherung" ausgestaltet ist und Eigenvorsorge angeraten erscheinen lässt. Was ist noch zu bedenken? Die Veranstaltung wird in Kooperation mit "Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk" (Neuss), angeboten.

Anmeldung: Siehe Kursdetails Das neue Patientenrechtegesetz

( ab Mo., 18.6., 17.30 Uhr )

Das Patientenrechtegesetz bündelt Einzelurteile und Paragrafen aus verschiedenen Gesetzen und Quellen im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Damit gibt es verbindliche Grundregeln, welche den Patienten als Verbraucher medizinischer Dienstleistungen eine wichtigere Rolle im Gesundheitssystem zuschreiben. Herausragende Bedeutzung kommt dem auch verfassungsrechtlich abgesicherten Selbstbestimmungsrecht des Patienten zu (Art. 2 Grundgesetz). Darüber soll umfassend informiert werden. Nach Experteneinschätzung bringen die neuen Vorschriften aber auch einige Nachteile, die es zu erörtern gilt. Was muss im Zusammenhang mit der Durchsetzung der Patientenrechte beachtet werden? Was gilt es bei mutmaßlichen Behandlungsfehlern zu bedenken und wie können eventuell bestehende Ansprüche durchgesetzt werden? Was sollte im Patientenrechtegesetz verbessert werden?
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit "Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk" (Neuss), angeboten.

Kurs abgeschlossen Forschungszentrum Jülich: Photovoltaik

( ab Fr., 2.3., 11.00 Uhr )

Die Exkursion richtet sich an interessierte Bürger/innen und Fachleute, die einen detaillierten Einblick in die Forschungsschwerpunkte "Photovoltaik" und "Speicher für regenerative Energien" erhalten möchten:
PHOTOVOLTAIK ist eine unerschöpfliche, saubere Energiequelle. Noch allerdings sind die Herstellungskosten für Solarzellen relativ hoch. Wirtschaftlicher könnten die glänzenden Stromerzeuger werden, wenn es gelingt, sie aus möglichst dünnen Schichten zu bauen. Einen besonders vielversprechenden Stoff hierfür entwickelt ein Team von Jülicher Wissenschaftlern. Regenerative Energien bringen Herausforderungen mit sich: Windkraft und Sonnenenergie sind mit wetter- und tageszeitbedingten Fluktuationen verbunden, die ausgeglichen werden müssen, damit die Stromversorgung dauerhaft störungsfrei und effizient ist. Hierfür sind großtechnische SPEICHERSYSTEME notwendig. Wasserstoff kommt dabei eine große Bedeutung zu.

Im Teilnahmeentgelt sind neben der Führung und den Vorträgen, ein Mittagessen und die Fahrkosten (Reisebus) enthalten.
Biologen, Biochemiker, Chemiker, Informatiker, Mathematiker, Physiker und Ingenieure am IBG-1 bilden ein interdisziplinäres Team mit einem gemeinsamen Ziel: Nutzung von Mikroorganismen und isolierten Enzymen zur Gewinnung unterschiedlichster Bioprodukte aus nachwachsenden Rohstoffen. Seit Jahrtausenden nutzt der Mensch den Stoffwechsel von Mikroorganismen, z. B. zur Herstellung von Brot, Käse, Wein oder Bier. Jedoch ist das enorme Potential von Mikroorganismen und Enzymen zur Umsetzung von erneuerbaren Kohlenstoffquellen in neue Bioprodukte wie Basis- und Feinchemikalien, Pharmazeutika und Proteine bisher nur ansatzweise erschlossen. Die Forschung der Jülicher Biotechnologen zielt auf ein detailliertes molekulares Verständnis der als Biokatalysatoren genutzten Mikroorganismen und Enzyme. Unter Verwendung von Ansätzen aus der Systembiologie und der synthetischen Biologie wird das Wissen zur Entwicklung neuer ressourcen-effizienter und nachhaltiger Bioprozesse genutzt und reduziert damit unsere Abhängigkeit von Erdöl. Im Teilnahmeentgelt sind neben der Führung und den Vorträgen, ein Mittagessen und die Fahrkosten (Reisebus) enthalten. Treffpunkt: HBF Neuss, vor dem Eingangsportal Theodor-Heuss-Platz.
In der Transition-Town-Initiative finden sich Bürger/innen zusammen, die ein Bewusstsein für das globale Ölfördermaximum (peak-oil.com) und den Klimawandel entwickelt haben. Durch lokale Aktivitäten (z.B. "urban gardening", energiebewusstes Bauen, "Upcycling" (http://bit.ly/2aSilLa) von gebrauchten Gütern, Lebensmittel retten sowie Anbau und Verarbeitung lokalen Gemüses) setzen Bürger/innen sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und für ein zukunftsorientiertes Zusammenleben mit Gemeinschaftssinn ein.

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