Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule

Fachbereich 5: Politik und Gesellschaft, Recht / Wirtschaft, Umwelt und Verbraucher

Politik und Gesellschaft

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auf Warteliste Ursprung und Niedergang politischer Ordnung

( ab Di., 28.11., 19.30 Uhr )

In seinem neuesten, 2011 und 2014 in zwei Bänden erschienenen Werk zeichnet der Politologe Francis Fukuyama, der in den 90ern durch seine These vom 'Ende der Geschichte' Furore machte, die Geschichte des
Staates nach, von seinen Anfängen in kleinen Gruppen und Stämmen über die Staaten Indiens, Chinas und die islamischen Staaten des Nahen Ostens bis hin zur modernen Demokratie. Dieser Vortrag soll einen systematischen Überblick über dieses umfangreiche Werk geben, die historischen Exkurse des Autoren in einen größeren Kontext einordnen, mit Karten und Abbildungen anschaulich machen, und so dazu beitragen, die Welt, in der wir Leben besser zu verstehen. Artur Seidel ist Philosoph/Religionswissenschaftler (M.A.). Seine Schwerpunkte liegen in der Kulturphilosophie, politische Philosophie und Religionsgeschichte. In seiner freien Zeit teilt er sein Wissen am liebsten mit Anderen, erweitert es und stellt es im Dialog infrage.

Anmeldung: Siehe Kursdetails Politik und Gesellschaft in den Medien

( ab Di., 12.9., 17.30 Uhr )

Medien - Zeitungen, TV, Radio und Internet - bilden im Großen und Kleinen das Alltagsgeschehen ab, informieren, kommunizieren und prägen unsere Wahrnehmung und Erleben: bedürfen aber auch der kritischen Auseinandersetzung. Die Ev. Christusgemeinde Neuss und die VHS-Neuss bieten Menschen mit und ohne Behinderung Möglichkeiten Wissen zu erwerben, Erfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen: gesellschaftspolitisch relevante Anlässe (z.B. Wahlen) werden genutzt, Politiker und Institutionen werden aufgesucht, wichtige Gespräche geführt; Gesellschaft und Gemeinwesen werden erlebbar.
Der Kurs wird diesen Handlungsansatz fortführen und mehr Menschen mit und ohne Behinderung neue Möglichkeiten gesellschaftspolitischer Teilhabe erschließen. Ab 12.09.2017, vierzehntäglich, dienstags, 17:30 - 19:30 Uhr, Martin-Luther-Haus, Drususallee 63. Kontakt und Anmeldung: Helmut Lelittko, 02131 22 26 88.

Anmeldung: Siehe Kursdetails Neben uns die Sintflut

( ab Di., 21.11., 19.30 Uhr )

Wer zahlt den Preis für unseren Wohlstand und für das soziale Versagen unserer Weltordnung? Diese u.a. Fragen stellt der renommierte Soziologe Stephan Lessenich in seinem Beitrag: "Uns im Westen geht es gut, weil es den meisten Menschen anderswo schlecht geht. Wir lagern systematisch Armut und Ungerechtigkeit aus, im kleinen wie im großen Maßstab. Und wir alle verdrängen unseren Anteil an dieser Praxis." Stephan Lessenich bietet eine brillante, politisch brisante Analyse der Abhängigkeits- und Ausbeutungsverhältnisse der globalisierten Wirtschaft. und veranschaulicht das soziale Versagen unserer Weltordnung, denn es profitieren eben nicht alle irgendwie von freien Märkten. Die Wahrheit ist: Wenn einer gewinnt, verlieren andere. Jeder von uns ist ein verantwortlicher Akteur in diesem Nullsummenspiel, dessen Verlierer jetzt an unsere Türen klopfen.
Stephan Lessenich, 1965 in Stuttgart geboren, lehrt am Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München und ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Von ihm erschienen zahlreiche Publikationen, u.a. »Die Neuerfindung des Sozialen (2008)«.
Eine Kooperationsveranstaltung der Volkshochschule, der FernUni Hagen, Regionalzentrum Neuss, und der Transition-Town-Initiative Neuss (Neuss Agenda 21).
"Der Kalte Krieg. Ursachen. Geschichte. Folgen" heißt die Ausstellung, die das Berliner Kolleg "Kalter Krieg" und die "Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur" erarbeitet haben. Mit ihren Texten, über 160 zeithistorischen Fotos und Dokumenten sowie QR-Codes, die zu Filmdokumenten im Internet verlinken, wird die Ausstellung zu einem Panorama des Kalten Krieges, der als globale Systemkonkurrenz die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts prägte. Die Ausstellung ist das ideale Medium, um zur Auseinandersetzung mit der globalen Systemkonkurrenz einzuladen, die die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts prägte. Autor der Ausstellung ist der Historiker Prof. Dr. Bernd Greiner. Die Projektleitung und Bildauswahl oblag Dr. Ulrich Mählert. Der Leipziger Grafiker Dr. Thomas Klemm besorgte die Gestaltung der Ausstellung. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Romaneums zu sehen:
Mo. - Fr. 9:00 - 21:00 Uhr und Sa./So. 9:00 - 17:00 Uhr.
Die verstärkte Zuwanderung seit 2015 und das Erstarken des parteipolitischen Rechtspopulismus machen es nur allzu deutlich: diffamierende, ausgrenzende Sprüche - Stammtischparolen - gegen "Andere" haben nach wie vor Konjunktur. Eine Auswahl: Asylbewerber sind Asylbetrüger, Arabische Männer wollen nur das Eine, der Islam passt nicht zur deutschen Leitkultur oder Muslime wollen sich nicht integrieren. Jeder kennt diese Sprüche und weiß, wie schwer es oftmals ist, passend zu reagieren. Viele erleben beispielsweise das schlechte Gefühl, diese diffamierenden Unterstellungen und Behauptungen nur schweigend duldend ertragen zu müssen. Kein Patentrezept für alle Fälle, dafür nützliche Hinweise zur Selbstbehauptung und intellektuellen Gegenwehr liefert Klaus-Peter Hufers "Argumentationstraining gegen Stammtischparolen". Hufer, ein profilierter Professor für Bildungswissenschaften und Praktiker der politischen Bildung z.B. an Volkshochschulen, setzt dort ein, wo es leider bei vielen im wahrsten Sinne des Wortes aussetzt: bei der Sprache. Zur Überwindung der Sprach- und Hilflosigkeit liefert Hufers Konzept Reaktionsmuster auf "dumme Sprüche", da diese keineswegs harmloser Natur sind, sondern als Vorformen menschenverachtender Denkweisen wie Rechtsextremismus und Rassismus nicht unwidersprochen bleiben dürfen. Das Training gliedert sich in einen theoretischen und einen umfangreicheren praktischen Teil, d.h. vermittelt werden die soziokulturellen und psychologischen Hintergründe, wirksame Handlungsansätze für Abwehrstrategien sowie die Umsetzung und dasTraining entsprechender Verhaltensweisen und rhetorischer Mittel im Rollenspiel. Bei Teilnahme am Intensivseminar erhalten Sie als Arbeitsmaterial (kostenfrei): Klaus-Peter Hufer; »Argumentationstraining gegen Stammtischparolen«, 10. Auflage, 2016, und weitere Literaturempfehlungen. Das Intensivseminar richtet sich an Lehrkräfte, Fachkräfte der sozialen Arbeit und ehrenamtlich Tätige, z.B. in der Flüchtlingshilfe oder der Jugendarbeit.

Günter Semmler ist Diplom Sozialwissenschaftler, war Lehrbeauftragter an den Universitäten Köln und Duisburg-Essen und ist in der Erwachsenenbildung seit 30 Jahren mit Schwerpunkt "Politische Bildung" tätig.
Die Mongolei, Moldawien und Tadschikistan: was haben diese Länder gemeinsam? Wie haben sie sich seit der demokratischen Revolution politisch und wirtschaftlich entwickelt, wo stehen sie heute und wie sind ihre Perspektiven? Der Referent (ehemaliger Banker) hat für den Senior Experten Service, die Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit, in mehrwöchigen Aufenthalten teilweise mehrmals als ehrenamtlicher Berater in diesen Ländern gearbeitet. Er hat unterschiedliche Unternehmen wie eine Privatbank, eine Mikrokreditkasse und eine Baumwollspinnerei in Strategie, Marketing und Finanzen beraten und Mitarbeiter geschult. Dabei hat er die Länder und ihre Menschen aus einer "Arbeitsperspektive" kennen- und schätzen gelernt. Ihre große Gastfreundschaft hat zu andauernden Verbindungen geführt. Er berichtet über die Projekte, die Länder und Menschen und über seine Erfahrungen und Einschätzungen.
In der Transition-Town-Initiative finden sich Bürger/innen zusammen, die ein Bewusstsein für das globale Ölfördermaximum (http://www.peak-oil.com/) und den Klimawandel entwickelt haben. Durch lokale Aktivitäten (z.B. "urban gardening", energiebewusstes Bauen, "Upcycling" (http://bit.ly/2aSilLa) von gebrauchten Gütern, Lebensmittel retten sowie Anbau und Verarbeitung lokalen Gemüses) setzen Bürger/innen sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und für ein zukunfts-orientiertes Zusammenleben mit Gemeinschaftssinn ein.

Anmeldung: Siehe Kursdetails Chinesisches Neujahrsfest

( ab Sa., 17.2., 20.00 Uhr )

Vortrag im Rahmen des CHINESISCHEN NEUJAHRSFESTES 2017. Weitere Programmpunkte entnehmen Sie bitte dem gesonderten Veranstaltungsflyer und der Presseberichterstattung.

Furcht vor China ist angesichts der immer deutlichen wirtschaftlichen und politischen Bedeutung zu einer neuen Spielart der sprichwörtlichen "German Angst" geworden. Waren es vor wenigen Jahren noch die vielen Billigprodukte, die westliche Märkte zu überschwemmen drohten, so weckt heute Chinas erworbener Reichtum bei nicht wenigen Zeitgenossen starkes Unbehagen. China ist plötzlich überall, lauert hinter veritablen deutschen Mittelständlern, um sie aufzukaufen, droht mit immer besserer Produktqualität selbst deutschen Marken Konkurrenz zu machen. Chinesische Touristen kaufen Geschäfte und Flughafen-Duty-free-Shops leer. Der chinesische Staatspräsident, den in Deutschland laut jüngster Umfrage der Firma Huawei gerade einmal 3% namentlich kennen, hält dieses System zudem fest im Griff und steht einer Partei mit 84 Millionen Mitgliedern vor. Unbehagen vor dem Unbekannten.
Dagegen steht insgeheim die Faszination über diese "Führungsstärke", hinzu tritt dieser faszinierende Wandel von einem Quasi-Entwicklungsland als ich Anfang der 90er Jahre nach China kam, zur zweitstärksten Wirtschaftsmacht der Welt. Für manch einen ist das Reich der Mitte die neue Supermacht des Planeten. Fassaden der Superlative, unbegreifliche Geldmengen, die XXL-Infrastruktur vom größten Flughafen zum höchsten Wolkenkratzer überall entstehen lassen. Aufträge für die Industrie, beeindruckende Absätze für den Handel - Deutschland prosperiert weiter dank China.

Wie schon die Huawei-Studie zu den deutsch-chinesischen Beziehungen 2016 bestätigt, liegt dieses Chinabild zwischen Schwarz und Weiß, darin begründet, dass man auch nach fast 40 Jahren "Reform und Öffnung", China in Deutschland noch immer kaum kennt. China ist ein unscharfes Gebilde, "die Chinesen eine anonyme Masse" und an Differenzierungen und persönlichen Kontakten mangelt es nach wie vor. Daran konnten auch viele der "Chinaaktivitäten" der letzten Jahre offenbar nichts Grundlegendes ändern.

Doch was steckt wirklich hinter diesen "Chinabildern"? Wie entstehen diese Superlative des Guten und des Schlechten? Die Gründe liegen zum einen bei den Deutschen selbst, zum anderen in der mangelnden Kenntnis der Chinesen. Wer deren Lebensziele und Probleme vor Ort genau kennt, mit ihnen gelebt hat, die Logik der politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen vor den kulturellen Hintergründen des Landes versteht, sieht vor allem graue Mischwelten in vielen Schattierungen. Angst und Faszination können nachvollziehendem Verstehen weichen, Zustimmung und Kritik, die dem Verstehen folgt, haben eine andere Qualität. Wege eines profunderen Chinaverstehens - frei von Superlativen und vorschneller Meinungsmache - zeigt dieser Vortrag von Marcus Hernig, der, wie er selbst sagt, erst in China erwachsen geworden ist.

Eine Kooperation der Deutsch-Chinesischen-Gesellschaft-Neuss (DCGN) und der Volkshochschule Neuss

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